Aufgaben sind das Medium, über das SuS im Lehrplan vorgegebene Inhalte, Verfahren und Methoden erlernen.
vgl. Andreas Schoppe, Judith Rompel: Aufgaben im Kunstunterricht. Didaktische Grundzüge und Beispiele einer praxisorientierten Unterrichtsplanung, 2017
Siehe auch: Joachim Penzel: Aufgaben stellen (zu offenen und geschlossenen Aufgaben)
Ziele:
- Experimet und Kreativität fördern (ohne Beurteilung)
- Inhalt, Verfahren und Gestaltung verschränken, sinnhaft für SuS
- Kompetenzen fördern - klare und lerneffektive Aufgaben
- Lernerfolg transparent machen und reflektieren (gegenseitiges Feedback, Reflexion)
Unterschieden wird (eine Aufgabe kann auch mehrere Unterkategorien abdecken):
- Diagnoseaufgabe: Zeigt den LuL wie der Stand der SuS ist
- Lernaufgabe: Lernumgebung zur Kompetenzentwicklung, Es werden z.B. Techniken erlernt/verfeinert
- Einführende Aufgabe (Einführung in den Kontext des Themas)
- Hauptaufgabe: sollte inhaltlich und technisch eingeführt worden sein. Während die vorigen Arbeiten nicht zwingend benotet werden, ist die "Hauptaufgabe" beurteilungsrelevant (--> Beurteilungskriterien)
- ergänzende Aufgabe: für SuS, die früher fertig sind!
Kriterien:
Klarheit ist wichtig
- Was? Thema, Aufgabe
- Wer? Sozialform (Einzelarbeit, Partnerarbeit, Gruppenarbeit)
- Womit? Material, Medien
- Wie lange?
- Wie wird präsentiert?
Feedback/Evaluation/Reflexion:
Arbeitsergebnisse im Hinblick auf Lernergebnis analysieren! --> Aufgabenevaluation
Ohnehin: Feedback während des Arbeitsprozesses/transparente Kriterien zur Benotung.
- Abschlussbesprechung im Plenum (i.d.R. Lehrer*innengesteuert)
- Schriftliche Evaluation mittels Evaluationsbogen (Einzelne Kriterien/Kompetenzen werden von SuS mit Punkten beurteilt/angekreuzt.)
- "Stimmungsbarometer": Anhand eines Inputbildes oder der Ergebnisse werden Begriffe (Stimmungen) notiert. Die SuS wählen aus den Ergebnissen der Klasse Werke/Elemente daraus, die mit dem gewählten Begriff assoziiert werden. Danach kann diskutiert werden, in welcher Weise bestimmte Bildphänomene aussagekräftig sind. Die Urheber*innen nehmen Stellung dazu.
- "Stummes Gespräch": Auslegen der Arbeiten am Boden. SuS suchen ein Werk, das gut neben das eigene passen würde. --> Was ist gleich? Was ist ähnlich? Was ist anders? --> Wird danach in kleinen geclusterten Gruppen unter den SuS diskutiert. Danach wird ein konträres Werk gesucht und diskutiert.
Zum gemeinsamen Abschluss können alle Arbeiten geclustert und präsentiert werden. - "Künstlerkonferenz": Die SuS zeigen ihre Werke einzeln der Gruppe.
1. Die anderen SuS geben Feedback (Was sehe ich? Wie wurde es vermutlich gemacht? Was soll dargestellt/ausgesagt werden?)
2. danach klären die präsentierenden SuS. (Was wollte ich darstellen? Was wollte ich ausdrücken? Was ist mir gelungen und was nicht? Was ist anders gelaufen als geplant? Wozu möchte ich noch Rückmeldung haben?)
3. Die Mitschüler*innen geben kriterienorientierte Rückmeldung: Was halte ich für besonders gelungen? Was hätte ich selbst anders gemacht? Wozu habe ich noch eine Frage? - Schreibevaluation: Neben den präsentierten Werken liegen Rückmeldezettel. Darauf notieren die Mitschüler*innen auf einer Seite positive Rückmeldung und auf der anderen Kritik/Fragen. Ev. auch LuL beteiligt. Am Ende erfolgt Bilanz.
- Reflexion ins Heft schreiben anhand von Kriterien
- Auftraggeber-Gestalter*innengespräche führen. Bei grafischen Arbeiten, z.B. Logos. Es müssen mehrere Entwürfe zur Auswahl vorgelegt werden
- Künstlertexte zum eigenen Werk verfassen (eher Oberstufe). Beinhaltet korrekte Bezeichnung (Titel, Technik, Maße,...) und eine Interpretation. (--> Projekt Mahlzeit)